Real World Evidence Initiative

Die Erfahrung der Betroffenen ist eine essentielle Datenquelle für die Forschung.

Wer mit Long Covid oder ME/CFS lebt, sammelt über Jahre eigene Erkenntnisse dazu, was hilft und was nicht. In der Fachsprache heisst diese Art von Information Real World Evidence. Wir erfassen sie erstmals strukturiert für Europa und informieren über die Ergebnisse.

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Warum wir das machen

Eine Fülle von Daten, die bisher nicht strukturiert erfasst werden.

Wer lange mit Long Covid oder ME/CFS lebt, hat meist ein Dutzend Therapien angewendet und dabei beobachtet, welche etwas verändert haben und welche nicht. Einzeln betrachtet ist es schwer, daraus Rückschlüsse für weitere Patientinnen und Patienten zu ziehen. Aggregiert kann das anders sein. Doch bisher liegen diese Beobachtungen verstreut in Selbsthilfegruppen, in Sprechstunden oder in privaten Notizbüchern.

Kontrollierte klinische Studien bleiben der Massstab für den Nachweis von Wirksamkeit. Doch sammelt Real World Evidence konkrete Erfahrungen aus dem tatsächlichen Umgang der Patientinnen und Patienten mit ihrer Erkrankung, die in ihrer Fülle und mit ihrem praktischen Bezug der Therapieforschung eine Vielzahl von Hinweisen geben können.

Zur Aussagekraft: Unsere Initiative verwendet subjektive Einschätzungen, welche nicht die Stichhaltigkeit der Datenerfassung einer guten klinischen Studie erreichen können. Die Ergebnisse sind kein Nachweis von Wirksamkeit und keine Therapieempfehlung.

Das Vorbild

In den USA ist der Ansatz bereits erprobt.

2025 veröffentlichten Forschende der Harvard Medical School und der Stanford University School of Medicine in PNAS die Auswertung der bislang grössten Therapie-Umfrage unter Betroffenen. Die TREATME-Studie liefert für über 150 Therapien eine Antwort auf die Frage, wie häufig Patientinnen und Patienten eine Besserung berichteten.

3 925 Betroffene mit ME/CFS oder Long Covid haben geantwortet
150+ bewertete Therapien, Medikamente und Massnahmen
PNAS 2025 publiziert, mit Forschenden aus Harvard und Stanford

Die Auswertung zeigte auch, wie unterschiedlich einzelne Patientengruppen auf die verschiedenen Therapien ansprachen. Die zehn Therapien mit den höchsten berichteten Besserungsraten haben wir auf unserer Forschungsseite aufbereitet: Long Covid & ME/CFS verstehen.

Unser Beitrag

Diese Initiative bringt die Methodik nach Europa.

TREATME wurde überwiegend von Betroffenen in Nordamerika beantwortet. Die Verhältnisse hier sind andere: andere Zulassungen, andere Off-Label-Praxis, andere Patiententypen. Die amerikanischen Ergebnisse lassen sich deshalb nur begrenzt übertragen.

Europäische Therapieoptionen

Verfahren, die in Europa möglich sind, nehmen wir hier auf. Auch erst kürzlich hinzugekommene Therapieoptionen werden berücksichtigt.

Europäische Patienten

Die Verteilung von Patienten-Untergruppen und auch anderen Parametern mag in Europa verschieden sein.

Mehrere Länder

Wir beginnen im deutschsprachigen Raum, wollen aber auch weitere Teile Europas hinzunehmen, um über Grenzen hinweg vergleichen und lernen zu können.

Wie die Umfrage abläuft

Ausgelegt auf Ihre Bedürfnisse.

Pacing-gerecht

Jederzeit pausierbar. Sie können nach zwei Minuten aufhören und Tage später weitermachen.

Anonym

Keine Registrierung, kein Klarname nötig. Wir erheben keine Daten, über die sich Ihre Person bestimmen lässt.

Ergebnisse für alle

Ergebnis-Updates für die Teilnehmenden, falls gewünscht. Die Auswertungen erscheinen öffentlich und kostenlos.

Inhalte der Umfrage

Krankheitstyp & Therapieergebnisse.

Mit der Umfrage werden wir zuerst Informationen zu Ihrer Form der Erkrankung an Long Covid oder ME/CFS erfragen. Diese Typisierung hilft im Folgenden, die Therapieergebnisse richtig einzuordnen und möglicherweise Untergruppen („Phänotypen") zu erkennen, für welche eine Therapie besonders vielversprechend wäre.

Für die Therapieerfahrungen bieten wir Ihnen eine Liste der häufigsten Therapiemöglichkeiten, geben Ihnen aber auch die Möglichkeit, neue Therapieformen hinzuzunehmen.

Teilnehmen

Ihre Erfahrung kann der Praxis und Forschung wichtige Hinweise geben.

Sie müssen sich bei uns nicht erklären und nichts belegen. Beantworten Sie nur, was Sie selbst erlebt haben, und lassen Sie den Rest aus.

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Anonym · Pacing-gerecht · Ergebnis-Updates

Warum es Sharpa gibt

Aus diesem Bild heraus haben wir Sharpa entwickelt.

Die Anforderungen an eine ernsthafte Long-Covid-Versorgung sind anspruchsvoll — und heute kaum irgendwo an einem Ort erfüllt. Sharpa baut den Versorgungspfad, den es bisher nicht gibt: mechanismusbasiert, zu Hause wo möglich, im Tempo des Patienten, mit einem festen Ansprechpartner. Wir therapieren nicht selbst; die medizinische Entscheidung liegt beim Arzt. Wir tragen die Last auf dem Weg.